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Schädliche Abführmittel

Die sogenannten Abführmittel können Hämorrhoiden fördern, viele Betroffene die beim Stuhlgang Schmerzen haben, greifen zu (rezeptfreien) Abführmitteln, die den Stuhl weicher, oft sogar dünnflüssig wie beim Durchfall machen. So kann der Stuhl den Darmausgang ohne Pressen passieren und der Schließmuskel muss sich beim Stuhlgang nicht mehr weiten.

Abführmittel sind jedoch keine Lösung des Problems. Da der Schließmuskel beim Stuhlgang nicht geweitet wird, verengt sich dieser im Laufe der Zeit. In der Folge kann das Blut aus den – den Schließmuskel umgebenden Gefäßpolstern – nicht mehr hinreichend abfließen. Das Blut staut sich in den Gefäßpolstern und die sehr empfindlichen Gefäßwände verlieren auf Dauer ihre Elastizität. Die Gefäße weiten sich, bilden die ersten Ausbuchtungen und Gefäßknoten: es bilden sich die ersten Hämorrhoiden. Viele Experten sind sogar der Meinung, das durch die lang andauernde Einnahme von Abführmitteln sogar die Hämorrhoiden erst entstehen können!

Abführmittel: ein Teufelskreis

Darüber hinaus kann die regelmäßige Einnahme von Abführmitteln zur Darmträgheit führen. Da der Stuhl durch die abführenden Mittel sehr weich ist, kann der Darm den Darminhalt sehr leicht transportieren. Die Muskulatur der Darmwände wird wenig beansprucht und erschlafft auf Dauer. Die Folge dieser Muskelschwäche sind Verstopfungen und damit beginnt ein Teufelskreis: die Betroffenen müssen immer mehr Abführmittel nehmen, um die durch Abführmittel entstandenen Verstopfungen zu beseitigen!

Wie den Teufelskreis durchbrechen?

Um den beschriebenen Teufelskreis zu durchbrechen ist eine Umstellung der Ernährung erforderlich. Die „richtige“ Ernährung ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Behandlung von Hämorrhoidalleiden. Um den Enddarm möglichst wenig zu belasten, sollte der Stuhl weich sein. So kann eine Verstopfung (Obstipation) erst gar nicht entstehen und das schädliche starke Pressen beim Toilettengang ist nicht erforderlich. Hauptursachen für Hämorrhoidalleiden ist eine ballaststoffarme Ernährung. Sie können also am besten die Entstehung von Hämorrhoiden vermeiden, wenn Sie sich ballaststoffreich ernähren!

Ballaststoffe (auch Faserstoffe oder Rohfasern genannt) sind unverdauliche Nahrungsbestandteile, die ausschließlich in pflanzlichen Produkten (wie Obst und Gemüse, sowie Vollkornprodukte) enthalten sind. Sie erfüllen eine wichtige Funktion bei der Verdauung: Ballaststoffe haben ein großes Quellvermögen, d.h. sie binden die durch die Nahrung aufgenommene Flüssigkeit und vergrößern so das Volumen des Darminhalts.

Durch den vergrößerten Darminhalt wird die natürliche Darmbewegung (Peristaltik) angeregt, da durch die bessere Darmfüllung die Dickdarmwand gedehnt wird. Die Verweildauer der Speisen im Darm wird verringert, Stoffwechselprodukte und Abbauprodukte werden schneller aus dem Darm entfernt, die Entschlackung des Körpers also verbessert. Der Darm wird nicht träge und der Stuhl nicht zu hart.

Neben einer ausgewogenen und ballaststoffreichen Ernährung sollten Sie täglich 1,5 bis 2 Liter trinken, damit die Ballaststoffe ausreichend quellen und der Stuhl hinreichend weich und gleitfähig bleibt. Erwachsene sollten täglich mindestens 30 Gramm Ballaststoffe zu sich nehmen.

Häufig ist der Stuhl nach einer Nahrungsumstellung und nach dem Absetzen von Abführmitteln noch hart. Um eventuelle Schmerzen beim Toilettengang zu vermeiden empfiehlt es sich ca. 10 bis 15 Minuten vor dem Toilettengang ein Glycerinzäpfchen einzuführen. Durch das Glycerin kann der Stuhl besser gleiten. Schmerzen und eventuelle Verletzungen können so vermieden werden.

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